Montag, 25. August 2014

Vegane Kinderschuhe

oder wie ich das erste mal ins Wanken geriet.
Das Baby startet gerade sich an allem hochzuziehen und hangelt sich von Möbel zu Hund zu Möbel. Das ist wohl der Moment, an dem "normale" Eltern diese niedlichen Lederschläppchen shoppen und dabei eine riiiiesen Auswahl haben. Die kommen natürlich nicht in Frage, also suchen wir mal los. Es gibt ja eine Menge vegane Schuhläden (zumindest online), da sollte sich doch was hübsches finden lassen und so viele Ansprüche hab ich ja auch nicht

vegan
hübsch
weiche Sohle

Nach 3 Stunden im Internet und der Bemühung eines Forums bin ich den Tränen nahe und Schuhe hat das Baby noch immer keine. Also vertage ich das ganze auf den nächsten Abend und hoffe auf ein Wunder... hat nicht geholfen.
Die Auswahl bei Kinderschuhen ist extrem begrenzt und in den ganzen kleinen Größen (18 - 23) gibt es eigentlich nur Gummistiefel. Kann man in Gummistiefeln laufen lernen?
Noch ist ja Sommer und in der Sandkiste ist das Baby nacktfüßig unterwegs und drinnen trägt es Stoppersocken. Bei DM gab es neulich Kunstlederschnürschuhe mit weicher Sohle, aber natürlich nicht in der passender Größe - wär ja auch zu leicht gewesen.
Langsam komme ich bei vegan und weicher Sohle als Kriterien angekommen.Wenn das Baby erst richtig laufen kann, dann braucht es ja eh eine feste Sohle und dann gibt es natürlich sofort ein paar Vans : )
Gestern bin ich dann nun endlich bei Sterntaler fündig geworden und habe Schlüpfschuhe aus Stoff mit einer etwas stabileren Sohle geshoppt. Jetzt kann es also los gehen und ich suche mal für Herbst und Winter
PANIK

Donnerstag, 21. August 2014

Instagram und Familienessen

Auf keinen Fall Brot und was ist eigentlich mit Nudeln? Nee, Nudeln können ja nicht gehen! Ach und Tofuwurst... joa, aber so ohne Senf. Weil Senf ist ja auch nicht vegan.
So oder so ähnlich hat das sicher jeder Veganer schon gehört. Manchmal bin ich wirklich überrascht, was für Fragen so kommen und wie wenig die meisten Menschen über ihr Essen wissen. Meine Mutter ist absolut sicher, dass wir täglich nur Tofu essen und ihr armes Enkelkind niemals Süßigkeiten bekommen wird. Ich hab zwar schon vegan für sie gebacken, aber die Sorge überwiegt da wohl. Natürlich gehen Brot und Nudeln und noch ist das Baby zu klein, aber es wird sicher auch Süßigkeiten geben (jedenfalls gibt es die in meinem Leben und ewig können wir die Existenz der Schnöckerschublade ja nun auch nicht verheimlichen ; ) ). Wir haben viele neue Lebensmittel und Rezepte gefunden, konnten einiges "veganisieren" und es gab überraschend viele vegane Rezepte aus unserem alten Leben. All diese Leckereien bekommt jetzt auch das Baby und damit meine Mutter, und der kleine Rest den es Interessiert, mir das auch glauben, gibt es ab jetzt einen kleinen Einblick via Instagram. Starten werde ich passenderweise mit Tofu - nur für Mama.
Das Baby bekommt immer etwas Fingerfood und das restliche essen als Brei. Das sieht nicht ganz sooooo hübsch aus und darum sind die Fotos dann doch lieber von meinem Teller.

Sonntag, 17. August 2014

Nachmittagsbrei und Trinklernbecher

Das Baby liebt es zu essen. War beim Stillen schon so, aber mit dem Brei und der festen Nahrung gibt es kein Halten mehr. Der Weg zum Obstbrei am Nachmittag war also nicht sehr weit und da es nun schon eine kleine Weile durchschläft, musste jetzt dringend ein Trinklernbecher her. Das war jetzt gar nicht so leicht, da das Baby Nuckelflaschen und Schnuller komplett verweigert. Und wir haben es wirklich, wirklich versucht. Man ist ja schon ein wenig neidisch, wenn die anderen Eltern dem weinenden Baby nur den Nuckel in den Mund stecken müssen. Unser Moment kommt dann aber bei der Schnullerentwöhnung - HA!
Also haben wir in den letzten Tagen die Drogerien leer gekauft und sind nach einigen Umwegen über Nuk und Co. bei "Mein erster richtiger Becher" von Avent gelandet und alle waren begeistert. Das Baby hat allerdings sehr schnell rausgefunden, dass man ihn mit den Daumen zum Auslaufen bringen kann. Man muss also ein Auge drauf haben und wehe man setzt in falsch zusammen...

Mittwoch, 13. August 2014

Öfter mal was Neues

Heute haben wir einfach mal was ausprobiert, sollte man wirklich häufiger machen! Bisher haben wir immer gemeinsam mit dem Baby am Tisch gesessen, einer hat gefüttert und einer gegessen. Funktionierte ganz hervorragend, aber man ißt halt nicht zusammen. Also hat das Baby heute einfach einen Brokkoli und eine Kartoffel bekommen. Sollte eigentlich nur eine kleine Ablenkung sein, aber das Vielfrassbaby hat doch tatsächlich beides gefuttert. Gut, die Hälfte klebt unterm Tisch und am Fußboden... aber für einen ersten Versuch. Das läßt sich doch bestimmt ausbauen und so essen wir dann zukünftig gemeinsam, die ganze Familie.
Ob wir dann auch als Familie sauber machen?

Samstag, 9. August 2014

Beikost läuft - Keks ist doch lecker

Nach dem der Mittagsbrei völlig entspannt gestartet ist, geht es auch völlig entspannt weiter. Ich habe noch kein Gemüse gefunden, das nicht mit Begeisterung verschlungen wird (nicht mal Fenchel - örgs) und darum geht es doch einfach mit einem schönen Getreidebrei weiter.
Ab in die Drogerie und was finde ich da? Wirklich jeder Brei zum Anrühren ist mit Milchpulver und im besten Fall noch mit Schokolade oder Keks. Wer zum Teufel kauft sowas? Abendbrei mit Schokogeschmack???????
Vielleicht im Bioladen, da gibt es dann fairen Schokoladenbrei... aber nein, es gibt wirklich einen Hirseflockenbrei mit Hirse und sonst nichts. Wuhu! Das Baby bekommt nun also Hirsebrei mit Wasser oder Mandelmilch und liebt es. Für Brei mit Muttermilch lässt der der Vielfrass leider nicht genug über : ) 

Montag, 28. Juli 2014

Beikost? Das hat ja wohl noch Zeit...

...finde ich zumindest. Schließlich habe ich doch einen festen Plan, wann ich anfange abzustillen und zwar in aller Ruhe. Aber wiedermal bekomme ich eine Lektion in "Mama ist nicht der Boss". Sobald etwas essbares in der Nähe ist, wird aus einem niedlichen Baby ein sabberndes und grabschendes Monster mit sehr schnellen Patschehändchen.
So ist das nun und Nörgeln hilft auch nicht! Also schnappe ich mir eine Möhre und koche sie mit ein wenig Wasser, Öl dazu und fertig. Ich habe so viele Horrorgeschichten zum Thema Brei gehört, dass ich mich auf eine riesen Sauerei einstelle. Ob ich noch schnell Malerplane besorgen soll? 
Nach Löffeln 2 hat das Baby es geschnallt und die halbe Portion verschwindet im Vielfrass. So kompliziert ist das doch gar nicht. Super!
Dann könnte ich mich jetzt einfach entspannt zurücklehnen und alle paar Tage eine neue Gemüsesorte einführen. Aber wir wollen ja ehrlich sein, ich bekomme spontan Panik. Ein Haufen Menschen erzählt mir (ungefragt) wie unverantwortlich eine Ernährung ohne Fleisch ist. In Büchern über Babybrei wird mir erklärt, dass Fleisch unverzichtbar ist und ich Gemüse weich kochen soll - warum lese ich sowas??? 
Ich höre sonst immer auf meinen Bauch (mit ein wenig Kopf), warum lasse ich mich bloß so aus der Ruhe bringen? Bald ist der nächste Termin beim Kinderarzt und solange sollte ich wohl glücklich sein, dass das Baby neben Möhre auch Süßkartoffel, Mangold, Kartoffeln, Avocado... mit Begeisterung futtert.  

Montag, 7. Juli 2014

Kinderarzt

Die Kinderarztsuche ist ja für alle Eltern wichtig und spannend. Der Halbgott in weiß wird einen schließlich über Jahre begleiten und soll einen in vielen Lebensbereichen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Vertrauen und Sympathie sind also sehr wichtig.
Wir hatten uns schon auf eine längere Suche eingestellt und haben wirklich Glück gehabt. Wir waren für die U3 in der 1. Praxis und haben uns schnell wohl gefühlt. Der Arzt war geduldig, nett und hat sich Zeit genommen und das für die Untersuchung und alle Fragen. So ließen wir die Bombe gleich platzen und wurden wirklich überrascht. Unser Arzt hat erst ein paar Fragen, da er nicht sicher war, ob er vegan richtig kennt und reagierte dann völlig entspannt. Es gäbe da einige Nährstoffe die kritisch sein könnten, das kenne er von seinen vegetarischen Patienten, er würde sich aber auch noch genauer mit der Ernährungsberatertin besprechen, die mit zur Praxis gehört. Doppelsuper. Ein Arzt der zugibt sich informieren zu müssen und eine Ernährungsberatung im Haus, was will man mehr?
Einige Nährstoffe konnte er schon nennen (Eisen und Calcium), aber das ist natürlich auch für uns nichts neues.
Da ja eh noch keine Beikost anstand, haben wir uns für den nächsten Impftermin verabredet, um alles noch etwas genauer zu besprechen.                  Ja, wir impfen. Jetzt sind bestimmt einige geshockt. Aber genau darum geht es auf diesem Blog. Denn auch in der veganen Welt gibt es einen Mainstream und der entspricht einfach nicht meiner Idee. Darum impfen wir und ich werde mein Kind auch sehr sicher nicht mit 3 noch stillen. Das passt einfach nicht zu mir/uns und auf vielen veganen Blogs werden Kinderwagen, impfen und Breikost einfach so verteufelt.